Unentschieden im Derby

SpVgg. Geratal II gegen FSV Blau-Weiß Stadtilm 2:2 (1:0)

Im gesamten Spiel gelang es Geratal nur mangelhaft, den prominent besetzten Angriff mit Zentgraf, Hielscher und Linke, dahinter Heyer und Blümke-Eichhorn, in Szene zu setzen. Meist kamen die Anspiele nicht an oder die Spieler verzettelten sich in Zweikämpfe, die zudem meist verloren gingen. Stadtilm spielte einsatzstark und konzentriert nach vorn, so dass Geratal oft in der Abwehr gebunden war. Zum Leidwesen der Gastgeber verletzte sich Lipsius im Tor bei einem Zweikampf in der 24. Minute. Er hielt zwar hinkend durch, war aber doch schwer gehandicapt. Das Spiel begann für die Hausherren eigentlich optimal. Nach einer Phase des Abtastens musste Lipsius erstmals bei einem Konter der Stadtilmer durch Soer-Rexin eingreifen (10.). Im Gegenzug behauptete Zentgraf im Strafraum den Ball, wurde dann aber doch gelegt. Den Foulstrafstoß verwandelte Hielscher sicher (1:0, 12.). Nach einigen Chancen dann die verhängnisvolle Situation, in der Weber und Lipsius im Kampf um den Ball aneinander gerieten mit dem Ergebnis, dass Weber verletzt den Platz verlassen musste und Lipsius sich weiter quälte (24.).

Wie die erste Halbzeit endete, begann die zweite, mit einem Abseitstor von Zentgraf (47.). Die halbe Geratal-Abwehr leistete sich eine Traumsekunde und ließ eine Flanke durch, die der eingewechselte Schiel im Torraum unbedrängt einnicken konnte (1:1, 57.). Jetzt übernahm Stadtilm die Initiative. Ein schneller Konter über Schubert wurde durch Soer-Rexin veredelt (1:2, 65.). Die Antwort der Hausherren ließ nicht auf sich warten. Blümke-Eichhorn lupfte den Ball über die Abwehr in den Lauf von Hofmann, der sicher einnetzte (2:2, 69.). Hielscher vergab die Riesenchance, als er von Blümke-Eichhorn in Szene gesetzt wurde, doch völlig freistehend den Ball übers Ziel schoss (71.). Im Bemühen, noch den Siegtreffer zu erzielen, warf Geratal alles nach vorn, es fehlte doch die Abgeklärtheit.

 

Quelle: Thüringer Allgemeine – Lokalsport Ilm-Kreis, 24.04.2018